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Dies ist eine Liste von uns häufig gestellten Fragen zur didaktischen Ausbildung und Physik und die von uns nach bestem Wissen darauf gegebenen Antworten, die natürlich keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit oder Vollständigkeit erheben. Im Zweifel sind die Reglemente und Auskünfte der zuständigen Stellen massgeblich.
Warum werde ich Physiklehrerin bzw. Physiklehrer?
Diese wichtigste und schwierige Frage können wir Ihnen natürlich letztlich nicht beantworten.
Falls Sie sich aber bereits mit dem Gedanken tragen, haben wir einen Tip für Sie: Probieren Sie es einfach aus! Es gibt immer wieder die Möglichkeit, an Schulen auf wenige Wochen/Monate befristete Stellvertretungen oder kleine Pensen von wenigen Lektionen zu übernehmen. Dies ist eine gute und unverbindliche Möglichkeit, um einen Einblick in diesen Beruf zu bekommen, die sogar adäquat entschädigt wird. Angebote für Stellvertretungen und Pensen finden sich auf:
Auch eine Lehrtätigkeit an Fachhochschulen etc. oder in anderen Fächern (z.B. Mathematik) kann in Frage kommen.
Wie werde ich Physiklehrerin bzw. Physiklehrer?
Erste Voraussetzung ist ein universitärer Master bzw. Diplom in Physik oder ein äquivalenter Hochschulabschluss.
Für eine unbefristete Anstellung als Lehrperson z.B. an Mittelschulen ist ferner eine didaktische Zusatzausbildung erforderlich, die zu einem "Lehrdiplom für Maturitätsschulen" (LDM) führt. Die Ausbildung kann frühestens nach dem Bachelor im wissenschaftlichen Studium begonnen werden und kann parallel zum Fachstudium bzw. berufsbegleitend durchgeführt werden.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Zulassung zur didaktischen Ausbildung in Physik auch möglich, falls der wissenschaftliche Abschluss an einer anderen Hochschule oder nicht in Physik erworben wurde. Weitere Auskünfte zu eventuellen Auflagen erteilt der Ansprechpartner M.Sigrist.
Handelt es sich um einen Studiengang der Uni Zürich oder der ETH Zürich?
Es werden sowohl von der Uni Zürich als auch von der ETH Zürich didaktische Ausbildungsgänge (DZ, LDM) in Physik für die Sekundarstufe II (z.B. Mittelschulen) angeboten, wobei sich die Studienreglemente und die zu belegenden Lehrveranstaltungen unterscheiden.
Die Veranstaltungen der Fachdidaktik Physik finden für Studierende der Uni Zürich an der ETH statt. Falls nicht besonders vermerkt, beziehen sich die Informationen auf dieser Webseite auf das Studium an der ETH Zürich.
Soll ich auf das Didaktikzertifikat (DZ) oder das "Lehrdiplom für Maturitätsschulen" (LDM) studieren?
Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.
Das Didaktikzertifikat (nur ETH) vermittelt didaktische Grundkenntnisse und erfordert deutlich weniger Kreditpunkte und Zeit als das LDM.
Für eine feste Anstellung als Lehrer an einer Schule der Sekundarstufe II (Mittelschule, Berufsmittelschule etc.) ist das LDM in mindestens einem Fach Voraussetzung.
Für andere Lehrtätigkeiten kann das Didaktikzertifikat nach Massgabe der jeweiligen Institution genügen. Eine befristete Anstellung als Lehrbeauftragter an Mittelschulen ist sogar ohne jede didaktische Zusatzausbildung prinzipiell möglich. Lehrpersonen mit einem LDM in Physik unterrichten traditionell auch in verwandten Fächern wie Mathematik oder Informatik.
Bedenken Sie auch, dass der Wechsel von DZ auf LDM ohne Nachteile jederzeit möglich ist. Wer nicht sicher ist, ob er das LDM abschliessen kann oder will, kann mit dem DZ in kürzerer Zeit einen ersten didaktischen Abschluss erwerben, diesen bei Bewerbungen nutzen und erst bei Bedarf später zum LDM aufstocken.
Soll ich den Lehrdiplom/DZ in einem oder in zwei Fächern studieren?
Das hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.
Für eine feste Anstellung als Lehrperson genügt das Lehrdiplom (LDM) in einem Fach, z.B. Physik. An vielen Schulen unterrichten Lehrpersonen mit einem LDM in Physik traditionell auch Fächer wie Mathematik oder Informatik, ohne ein LDM in diesen Fächern zu haben. Die letzte Entscheidung darüber liegt bei der jeweiligen Schulleitung.
Bedenken Sie auch, dass unter Umständen im zweiten Fach bedeutende fachwissenschaftliche Auflagen vergleichbar mit eine Masterstudium in diesem Fach erfüllt werden müssen, die das Studium verzögern können.
Ausserdem besteht die Möglichkeit, zwei Fächer im Zweischrittverfahren zu studieren, d.h. man schliesst zunächst ein LDM/DZ im ersten Fach ab und studiert das zweite Fach zu einem späteren Zeitpunkt. Dies ist vor allem eine Möglichkeit, wenn nicht sicher ist, ob man ein oder zwei Fächer studieren möchte.
Fachdidaktische Veranstaltungen einen anderen Faches können unter Umständen auch im Rahmen des Wahlfachs belegt werden.
Welche Veranstaltungen muss ich belegen?
Für das verbindliche Reglement der ETH siehe die Webseite der Didaktischen Ausbildung und die von der Fachdidaktik Physik angebotenen Lehrveranstaltungen.
Bitte beachten Sie auch, dass wir nur von Studierenden wissen, die unsere Veranstaltungen belegt haben oder direkt mit uns Kontakt aufnehmen. Um unsere Planung zu erleichtern, bitten wir um eine zeitige Belegung. Die Belegung muss bis zur zweiten Semesterwoche erfolgen.
In den Lehrveranstaltungen "Spezielle Didaktik des Physikunterrichts" und "Das Experiment im Physikunterricht" ist die Platzzahl beschränkt. Eine Anmeldung per E-Mail bis zum Ende des Monats vor dem Semesterbeginn ist erforderlich.
Wie lange dauert das Studium?
Mindestens zwei Semester. In der Regel absolvieren die Studierenden die didaktische Ausbildung jedoch parallel zu Studium und/oder Beruf und brauchen deutlich länger (erlaubtes Maximum DZ: 4 Jahre, LDM: 6 Jahre).
Welche Veranstaltung kann ich als fachwissenschaftliche Vertiefung mit pädagischem Fokus belegen?
Im Prinzip sind nur die Veranstaltungen, die im Vorlesungsverzeichnis in der entsprechenden Rubrik angegeben sind, auch wählbar.
Regelmässig werden extra für LDM/DZ "Moderne Physik für die Mittelschulausbildung" (Frühlingssemester) und "Neue und elementare Physik für die Lehre" (Herbstsemester) angeboten.
Weitere Spezialvorlesungen werden laut Vorlesungsverzeichnis in unregelmässigen Abständen angeboten. Bei einem starken Interesse an einer anderen (nicht im Vorlesungsverzeichnis aufgeführten) fachwissenschaftlichen Veranstaltung wenden Sie sich rechtzeitig an M.Sigrist oder A.Vaterlaus.
Welche Wahlfächer kann ich belegen?
Im Prinzip sind nur die Veranstaltungen, die im Vorlesungsverzeichnis als Wahlfach für LDM/DZ angegeben sind, auch wählbar.
Die Unterrichtskonferenz der ETH kann jedoch auf Antrag der für die didaktische Ausbildung verantwortlichen Personen weitere erziehungswissenschaftliche, fachdidaktische oder fachwissenschaftliche Veranstaltungen mit pädagogischem Fokus aus Physik oder anderen Departementen als Wahlfach genehmigen.
Bei Interesse an bestimmten Veranstaltungen wenden Sie sich bitte rechtzeitig an M.Sigrist oder die Fachdidaktiker/Mentoren. In der Regel werden fachdidaktische oder fachwissenschaftliche Veranstaltungen mit pädagogischem Fokus der Physik oder anderer Departemente (und andere vernünftige Ideen) von uns unterstützt.
Die fachwissenschaftlichen Vertiefungsvorlesungen "Moderne Physik für die Mittelschulausbildung" und
"Neue und elementare Physik für die Lehre" sind als Wahlfach für LDM/DZ in Physik bereits anerkannt.
Was ist mit dem "Master of advanced studies in secondary and higher education" (MASSHE) in Physik?
Der MASSHE wurde im Frühlingssemester 2009 in "Lehrdiplom für Maturitätsschulen" umbenannt, wobei das Studienreglement unverändert übernommen wurde. Das Didaktikzertifikat ist von diese Änderung nicht betroffen.
Was ist mit dem "Didaktischen Ausweis für das Höhere Lehramt" (DA) in Physik?
Seit Herbstsemester 2006 ist eine Einschreibung in den Didaktischen Ausweis nicht mehr möglich. Alle neuen Studierenden müssen sich für das Didaktikzertifikat bzw. das LDM einschreiben.
In welcher Sprache finden die Lehrveranstaltungen statt?
Die Lehrveranstaltungen sind in der Regel auf Hochdeutsch. Der Dozent kann jedoch Leistungen (z.B. Unterricht in Immersionsklassen, schriftliche Arbeiten) in anderen Sprachen akzeptieren, eine Anspruch darauf besteht jedoch nicht. Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, werden z.B. beim Abfassen von mentorierten Arbeiten von uns unterstützt.
Welche Voraussetzungen brauche ich zur Belegung der Lehrveranstaltungen?
Auskunft erteilen die Dozenten der einzelnen Lehrveranstaltungen.
Für die mentorierten Arbeiten gibt es keine zwingenden formalen Vorbedingungen. Eventuell notwendige Vorkenntnisse werden individuell erörtert.
Das Unterrichtspraktikum können Sie erst am Schluss des Studiums, vor dem Ablegen der Prüfungslektionen, beginnen. Alle anderen Kreditpunkte müssen vorgängig erworben sein.
Können die Termine der Lehrveranstaltungen verschoben werden?
Die Lehrveranstaltungen des Institutes für Lehr- und Lernforschung finden jedes Jahr zur gleichen Zeit statt, um die Planung der Studierenden zu erleichtern. Die Termine der Fachdidaktikvorlesungen und des Experimentierkurses werden ebenfalls länger im voraus fixiert und können bei den Dozenten erfragt werden. Spezialvorlesungen der fachwissenschaftlichen Vertiefung mit wenigen Teilnehmern können nach Absprache mit dem jeweiligen Dozent verschoben werden. Der Beginn und die Abgabe der mentorierten Arbeiten ist flexibel.
Was soll ich tun, wenn ich unter Zeitdruck oder in einer speziellen Situation bin?
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir sind so flexibel wie möglich.
Wer kann mir weitere Informationen geben?
Sie können eine persönliche Beratung durch den Mentor C.Helm im Fachdidaktikbüro auf dem Hönggerberg vereinbaren. Ausserdem steht der Fachdidaktiker M.Mohr und A. Vaterlaus für Fragen zur Verfügung.
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